Ratgeber · B2B

B2B-Shop-Software auswählen: Kriterien und Fragen an den Anbieter

Stand
Oktober 2026
Lesezeit
7 Minuten
Von
ByteCards UG (haftungsbeschränkt)

Ein B2B-Shop ist kein normaler Onlineshop mit anderem Logo. Händler brauchen Nettopreise, Freischaltung, Kauf auf Rechnung und eine Bestellung, die zum Einkaufsprozess passt. Dieser Artikel nennt die Kriterien, nach denen Sie B2B-Shop-Software vergleichen sollten.

Was einen B2B-Shop ausmacht

Im B2B sehen nicht alle dasselbe. Preise gelten je Kunde oder Kundengruppe, Bestellungen sind größer und wiederkehrend, bezahlt wird häufig auf Rechnung. Ein geschlossener Bereich schützt Preise vor Dritten.

Die wichtigsten Kriterien

KriteriumWarum es zähltFrage an den Anbieter
FreischaltungNur geprüfte Händler bestellenWie läuft Registrierung und Freigabe?
Preise je Kunde oder GruppeHändlerpreise, Staffeln, AusblendenWie viele Gruppen, welche Regeln?
Netto und BruttoHändler rechnen netto, Privatkunden bruttoBeides in einem Shop?
Kauf auf RechnungZahlungsziel, Sperre bei VerzugZahlungsziel je Kunde?
EU und USt-IdNrSteuerfreie Lieferung braucht geprüfte NummerWird die USt-IdNr geprüft?
BuchhaltungRechnungen ohne AbtippenWelche Programme?
Live-BestandVerhindert ÜberverkaufWann bucht der Bestand?
HandyHändler bestellen unterwegsWie sieht die Liste am Handy aus?

Der Bestell­prozess der Händler

  • Anmeldung ohne Passwort-Chaos, zum Beispiel per Link
  • Nochmal bestellen: frühere Bestellung in den Warenkorb legen
  • Preisliste oder Katalog als Link oder Datei
  • Lieferadresse nur durch Sie änderbar, damit Ware nicht umgeleitet wird
  • Bestellbestätigung und Rechnung per E-Mail

Typische Fehler bei der Auswahl

Viele entscheiden nach dem Preis pro Monat und übersehen Gebühren je Zahlung, Apps für Grundfunktionen und Umbauten, die nach dem Start anfallen. Rechnen Sie Gesamtkosten, nicht nur die Grundgebühr, und lassen Sie sich Ihre eigenen Beispielartikel in der Demo zeigen.

Sicherheit und Datenschutz

In einem B2B-Shop stehen Preise und Kundendaten. Achten Sie darauf, dass Händler nur ihre eigenen Daten sehen, dass Zugänge ohne Passwort-Weitergabe auskommen, etwa per Link, und dass Sie jederzeit sperren können. Fragen Sie nach Verträgen zur Auftragsverarbeitung, nach dem Standort der Server und danach, ob Sie Ihre Daten exportieren und löschen lassen können. Ein Anbieter, der das offen beantwortet, ist meist auch sonst verlässlich.

Fragen an Ihre Händler vor dem Start

Die beste Software nützt nichts, wenn sie an den Gewohnheiten Ihrer Kunden vorbeigeht. Fragen Sie vor dem Start einige Stammhändler: Wie oft bestellen sie, in welchen Größen, und wie wollen sie bezahlen? Wer erhält die Rechnung, und braucht er sie in einer bestimmten Form? Gibt es feste Lieferadressen? Welche Mindestbestellwerte sind üblich? Welche Preislisten bekommen sie heute, und in welchem Format? Aus den Antworten bauen Sie Ihre Kundengruppen, Ihr Zahlungsziel und Ihre Freischaltung.

Gesamtkosten rechnen

PostenFrage
GrundgebührWie hoch, und wovon hängt sie ab?
Gebühr je ZahlungGibt es sie, und bei welchen Zahlarten?
Umsatz­beteiligungFällt sie an?
Apps und ErweiterungenWas brauche ich für Kundenpreise, Rechnungen und Steuerarten?
Einrichtung und AnpassungWas kostet der Start, was jede Änderung?
BuchhaltungWelche Programme sind angebunden, und was kosten sie?

Rechnen Sie den Preis für ein Jahr und bei steigendem Umsatz. Ein günstiger Start kann bei wachsendem Umsatz teurer werden als ein Festpreis.

Einführung und Wechsel

  • Bestehende Händlerliste mit USt-IdNr vorbereiten
  • Preislisten und Staffeln je Kundengruppe festlegen
  • Sortiment mit Set-Codes, Sprache und Steuerart aufbereiten
  • Zahlungsziele und Regeln bei Verzug festlegen
  • Händler einladen und Rückfragen früh beantworten
  • Altes System parallel laufen lassen, bis die ersten Bestellungen sauber durchgelaufen sind

Ein Anforderungs­profil zum Mitnehmen

Schreiben Sie vor dem Vergleich auf, was Ihr Shop können muss: Welche Kundengruppen gibt es, welche Preislogik, welche Zahlungsziele, welche Steuerarten, welche Buchhaltung. Streichen Sie, was Sie nicht brauchen, und markieren Sie, was unverzichtbar ist. Ein klares Profil verhindert, dass Sie sich von Funktionen beeindrucken lassen, die Sie nie nutzen, und schützt vor fehlenden Grundlagen.

Wie das Bestellsystem abschneidet

Das Bestellsystem ist für den Kartengroßhandel gebaut: Freischaltung mit USt-IdNr-Prüfung, Preise je Kundengruppe, Kauf auf Rechnung mit Zahlungsziel, Lexware-Rechnungen, Live-Bestand und ein Shop, der am Handy zuerst gedacht ist. Nicht enthalten sind Kartenzahlung und Wallets. Das ist der Preis des Festpreises ohne Zahlungsgebühren.

Häufige Fragen

Brauche ich für B2B ein eigenes Shopsystem?

Nicht zwingend. Entscheidend ist, dass Freischaltung, Kundenpreise und Kauf auf Rechnung abgedeckt sind. Bei Baukästen sind dafür oft Zusatzfunktionen nötig.

Was kostet B2B-Shop-Software?

Das hängt vom Anbieter ab: Grundgebühr, Gebühren je Zahlung, Apps und Umbauten. Vergleichen Sie Gesamtkosten.

Wie lange dauert die Einführung?

Das hängt vom Sortiment und Ihren Anforderungen ab. Wir besprechen es in der Demo.

Kann ich später auch Privatkunden bedienen?

Mit dem Bestellsystem ja, über eine eigene Kundengruppe mit Endpreisen und Widerrufsbutton.

Lassen Sie Ihre Händler selbst bestellen.