Ein B2B-Shop ist kein normaler Onlineshop mit anderem Logo. Händler brauchen Nettopreise, Freischaltung, Kauf auf Rechnung und eine Bestellung, die zum Einkaufsprozess passt. Dieser Artikel nennt die Kriterien, nach denen Sie B2B-Shop-Software vergleichen sollten.
Was einen B2B-Shop ausmacht
Im B2B sehen nicht alle dasselbe. Preise gelten je Kunde oder Kundengruppe, Bestellungen sind größer und wiederkehrend, bezahlt wird häufig auf Rechnung. Ein geschlossener Bereich schützt Preise vor Dritten.
Die wichtigsten Kriterien
| Kriterium | Warum es zählt | Frage an den Anbieter |
|---|---|---|
| Freischaltung | Nur geprüfte Händler bestellen | Wie läuft Registrierung und Freigabe? |
| Preise je Kunde oder Gruppe | Händlerpreise, Staffeln, Ausblenden | Wie viele Gruppen, welche Regeln? |
| Netto und Brutto | Händler rechnen netto, Privatkunden brutto | Beides in einem Shop? |
| Kauf auf Rechnung | Zahlungsziel, Sperre bei Verzug | Zahlungsziel je Kunde? |
| EU und USt-IdNr | Steuerfreie Lieferung braucht geprüfte Nummer | Wird die USt-IdNr geprüft? |
| Buchhaltung | Rechnungen ohne Abtippen | Welche Programme? |
| Live-Bestand | Verhindert Überverkauf | Wann bucht der Bestand? |
| Handy | Händler bestellen unterwegs | Wie sieht die Liste am Handy aus? |
Der Bestellprozess der Händler
- Anmeldung ohne Passwort-Chaos, zum Beispiel per Link
- Nochmal bestellen: frühere Bestellung in den Warenkorb legen
- Preisliste oder Katalog als Link oder Datei
- Lieferadresse nur durch Sie änderbar, damit Ware nicht umgeleitet wird
- Bestellbestätigung und Rechnung per E-Mail
Typische Fehler bei der Auswahl
Viele entscheiden nach dem Preis pro Monat und übersehen Gebühren je Zahlung, Apps für Grundfunktionen und Umbauten, die nach dem Start anfallen. Rechnen Sie Gesamtkosten, nicht nur die Grundgebühr, und lassen Sie sich Ihre eigenen Beispielartikel in der Demo zeigen.
Sicherheit und Datenschutz
In einem B2B-Shop stehen Preise und Kundendaten. Achten Sie darauf, dass Händler nur ihre eigenen Daten sehen, dass Zugänge ohne Passwort-Weitergabe auskommen, etwa per Link, und dass Sie jederzeit sperren können. Fragen Sie nach Verträgen zur Auftragsverarbeitung, nach dem Standort der Server und danach, ob Sie Ihre Daten exportieren und löschen lassen können. Ein Anbieter, der das offen beantwortet, ist meist auch sonst verlässlich.
Fragen an Ihre Händler vor dem Start
Die beste Software nützt nichts, wenn sie an den Gewohnheiten Ihrer Kunden vorbeigeht. Fragen Sie vor dem Start einige Stammhändler: Wie oft bestellen sie, in welchen Größen, und wie wollen sie bezahlen? Wer erhält die Rechnung, und braucht er sie in einer bestimmten Form? Gibt es feste Lieferadressen? Welche Mindestbestellwerte sind üblich? Welche Preislisten bekommen sie heute, und in welchem Format? Aus den Antworten bauen Sie Ihre Kundengruppen, Ihr Zahlungsziel und Ihre Freischaltung.
Gesamtkosten rechnen
| Posten | Frage |
|---|---|
| Grundgebühr | Wie hoch, und wovon hängt sie ab? |
| Gebühr je Zahlung | Gibt es sie, und bei welchen Zahlarten? |
| Umsatzbeteiligung | Fällt sie an? |
| Apps und Erweiterungen | Was brauche ich für Kundenpreise, Rechnungen und Steuerarten? |
| Einrichtung und Anpassung | Was kostet der Start, was jede Änderung? |
| Buchhaltung | Welche Programme sind angebunden, und was kosten sie? |
Rechnen Sie den Preis für ein Jahr und bei steigendem Umsatz. Ein günstiger Start kann bei wachsendem Umsatz teurer werden als ein Festpreis.
Einführung und Wechsel
- Bestehende Händlerliste mit USt-IdNr vorbereiten
- Preislisten und Staffeln je Kundengruppe festlegen
- Sortiment mit Set-Codes, Sprache und Steuerart aufbereiten
- Zahlungsziele und Regeln bei Verzug festlegen
- Händler einladen und Rückfragen früh beantworten
- Altes System parallel laufen lassen, bis die ersten Bestellungen sauber durchgelaufen sind
Ein Anforderungsprofil zum Mitnehmen
Schreiben Sie vor dem Vergleich auf, was Ihr Shop können muss: Welche Kundengruppen gibt es, welche Preislogik, welche Zahlungsziele, welche Steuerarten, welche Buchhaltung. Streichen Sie, was Sie nicht brauchen, und markieren Sie, was unverzichtbar ist. Ein klares Profil verhindert, dass Sie sich von Funktionen beeindrucken lassen, die Sie nie nutzen, und schützt vor fehlenden Grundlagen.
Wie das Bestellsystem abschneidet
Das Bestellsystem ist für den Kartengroßhandel gebaut: Freischaltung mit USt-IdNr-Prüfung, Preise je Kundengruppe, Kauf auf Rechnung mit Zahlungsziel, Lexware-Rechnungen, Live-Bestand und ein Shop, der am Handy zuerst gedacht ist. Nicht enthalten sind Kartenzahlung und Wallets. Das ist der Preis des Festpreises ohne Zahlungsgebühren.